Leitlinien
Leitlinien der Realschule Beuel
Gemeinschaft
Zu unserer Gemeinschaft der Realschule Beuel gehören die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, unsere Schulsozialarbeiterin, unsere Integrationshelfer, unsere Schulsekretärinnen und unser Hausmeister.
Respekt und Wertschätzung
Auf der Basis eines höflichen, hilfsbereiten und ehrlichen Miteinanders schaffen wir ein Schulklima, in dem sich alle am Schulleben Beteiligten wohlfühlen können. Wir nehmen einander ernst, gehen achtsam und wertschätzend miteinander um.
Wir fördern die Stärken unserer Schülerinnen und Schüler, kümmern uns um ihre Lernschwierigkeiten und ermutigen sie zum Mitdenken und Mithandeln. Unser Ziel besteht auch in einem achtsamen, bewussten und wertschätzenden Umgang mit unserer Schulumwelt.
Vielfalt, Caring und Diversitymanagement
Bei uns stehen Menschen im Mittelpunkt, unabhängig von ihrer Nationalität, Hautfarbe, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung und ihrer Religion. Wir begrüßen die menschliche Vielfalt an unserer Schule als Potenzial und sehen in ihr eine wertvolle Chance zu Wachstum und Weiterentwicklung.
Ein Denken ohne Vorurteile und ein tolerantes Handeln sind für ein gesundes Schulklima unerlässlich. Unser Caring beinhaltet, alle Menschen individuell wahrzunehmen.
Friedliche Kommunikation
Unsere Kommunikation gestalten wir sachlich und personenorientiert. Wir lernen zunehmend, auf Abwertungen, Bewertungen, Schuldzuweisungen und Vorwürfe zu verzichten und uns selbst, unsere Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse achtsam wahrzunehmen, anderen mitzuteilen sowie achtsam und mitfühlend zuzuhören.
Viele unserer Konzepte wie das Soziale Lernen, der Klassenrat, die Schülerstreitschlichtung und die Beratung basieren auf einer an Carl Rogers, Thomas Gordon und Marshall Rosenberg angelehnten personenorientierten Pädagogik.
Klare Regeln und Strukturen
Um ein friedliches Zusammenleben und Zusammenarbeiten in unserer Schulgemeinschaft und den Schutz aller Personen zu gewährleisten, legen wir viel Wert auf klare und verbindliche gemeinsame Regeln. Klare Strukturen der Kooperation und Zusammenarbeit sind uns im Kollegium und in der pädagogischen Arbeit wichtig.
Zusammenarbeit und Kooperation
Wir legen Wert auf eine „Kultur der Zusammenarbeit“. Unser kollegiales Miteinander ist kooperativ, schülerorientiert und konstruktiv. Es beeinflusst das Verhalten und Verantwortungsbewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler.
Um diese Kultur zu vermitteln, fördern wir das Soziale Lernen, führen den Klassenrat durch und gestalten Lernprozesse in kooperativen Lernarrangements.
Classroommanagement
In unserer Klassenführung legen wir auf der Ebene der Unterrichtsgestaltung, der Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehungen und der Verhaltensregulierung Wert auf Struktur, Klarheit und Empathie.
Sprachsensibler Unterricht (QuisS / DemeK)
Die Vielfalt und Mehrsprachigkeit unserer Schülerinnen und Schüler wird anerkannt und ihr wird mittels eines sprachsensiblen Unterrichts in allen Jahrgangsstufen und Fächern wertschätzend begegnet. Die Sprache eines jeden Menschen ist ein sehr persönlicher Bereich und wird als Schatz und Chance wahrgenommen.
Die Schülerinnen und Schüler wachsen in einem interkulturellen Miteinander auf, in dem Gemeinschaft erfahren und Teamfähigkeit entwickelt werden kann. Diese wertschätzende Haltung gilt es über die Jahrgänge immer wieder anzubahnen, weiterzuentwickeln, zu reflektieren, zu fördern und zu fordern.
Berufsorientierung
Die Studien- und Berufsorientierung zielt darauf ab, eine frühzeitige, altersgerechte und bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema „Beruf“ zu ermöglichen und das Berufswahlspektrum entscheidend zu erweitern. Die Schülerinnen und Schüler bauen ihre Stärken, Fähigkeiten und Schlüsselkompetenzen aus und werden auf ihren Wegen unterstützt, beraten und begleitet – individuell fördernd, gender- und migrationssensibel sowie inklusiv.
Inklusion
„Es ist normal, verschieden zu sein.“ – Richard von WeizsäckerJede Schülerin und jeder Schüler hat unabhängig von Begabungen und Voraussetzungen das Recht auf Anerkennung sowie die bestmögliche Förderung und Ausschöpfung der Potenziale. Schüler mit Unterstützungsbedarfen werden im Klassenverband individuell gefördert und nach eigenen Förderzielen unterrichtet.
Ganztag
Mit unseren Ganztagsangeboten fördern wir unsere Schülerinnen und Schüler ganzheitlich: Im Sozialen Lernen stärken wir Selbst-, Sozial- und Kommunikationskompetenzen, im Klassenrat Mitbestimmung und Problemlösefähigkeit.
Deutsch, Englisch, Mathematik und das vierte Hauptfach erhalten je eine zusätzliche Lernzeit zum Üben, Fördern und Fordern. Für spezielle Förderbedarfe gibt es Förderkurse; in der Übermittagsbetreuung stehen Spiel, Spaß und Sport im Vordergrund. Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften fördern Stärken, Interessen, Kreativität und Bewegungsfreude.
Soziales Lernen
„ICH – DU – WIR – Miteinander leben und lernen“Soziales Lernen findet da statt, wo Menschen zusammentreffen. Ziel ist es, mit sich selbst und mit anderen konstruktiv umzugehen und Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz ausgewogen zu entwickeln: die eigene Persönlichkeit bilden und das Selbstwertgefühl stärken (ICH), die Beziehungskultur zu anderen aufbauen und pflegen (DU) und mit sozialer Kompetenz ein friedliches Miteinander aller Gemeinschaften schaffen (WIR).
Klassenrat
Wir nehmen Kinderrechte ernst und ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern Erfahrungen in demokratischen Entscheidungsfindungen. Im Klassenrat üben wir einen guten Umgang mit anderen: Respekt, Toleranz, Selbstreflexion und Mitgefühl.
Wir lernen, Unterschiede zu akzeptieren, mit Gefühlen umzugehen und Konflikte in sprachlich angemessener Form gewaltfrei und einvernehmlich zu lösen. So fördern wir ein demokratisches Miteinander, in dem Schülerinnen und Schüler Verantwortung übernehmen und mitbestimmen.
Umgang mit pädagogisch schwierigen Situationen
Unsere stark heterogene Schülerschaft wird mit ihren unterschiedlichsten lebensweltlichen Erfahrungen wahrgenommen und beachtet. Wir unterstützen anerkennendes Handeln und streben Beziehungen an, die auf Wertschätzung und Respekt beruhen.
Die Lehrerinnen und Lehrer entwickeln ihre Fähigkeiten, mit pädagogisch schwierigen Situationen wertebewusst, lösungsorientiert und konstruktiv umzugehen.
Schülerstreitschlichtung – Mediation
Wenn zwei sich streiten … hilft der Dritte!In der Streitschlichtung werden Streit und Konflikt als Chance begriffen, unterschiedliche Meinungen respektvoll, wertschätzend und gewaltfrei zu lösen. Mit Unterstützung ausgebildeter Streitschlichter suchen die Schülerinnen und Schüler verantwortungsvoll und gemeinsam nach Lösungen und lösen ihren Konflikt selbstverantwortlich im Dialog.
Auch die Ausbildung zum Streitschlichter vermittelt soziale Kompetenzen und Techniken der Gesprächsführung, die über die Schulzeit hinaus von Vorteil sind. Das Konzept trägt zu einem angenehmen, lernförderlichen und angstfreien Schulklima bei.
Der Schulgarten „Raus in die Natur!“
„Die Natur muss gefühlt werden.“ – Alexander von HumboldtDurch unsere gemeinsame Arbeit im Garten fordern und fördern wir ein neues Umweltbewusstsein. Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein der Natur gegenüber sollen sich zu einer positiven, der Natur zugewandten Lebenseinstellung entwickeln.
„Ein Garten kann eine Welt für sich werden, dabei ist ganz gleich, ob dieser Garten groß oder klein ist.“ – Hugo von Hofmannsthal
