Heute haben wir die Stolpersteine der Familie Drong
gereinigt. Diese kleinen Messingtafeln erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Die Familie Drong wurde auseinandergerissen:
Der Vater und der Sohn wurden am 28.10.1938 nach Polen abgeschoben, während die Mutter später ermordet wurde. Stolpersteine liegen immer vor dem letzten Wohnort der Menschen, an die sie erinnern.
Im Fall der Familie Drong bedeutet das, dass sie genau dort verlegt wurden, wo die Familie früher gelebt hat an dem Ort, an dem sich heute unsere Schule befindet. Ein Stolperstein kostet etwa 120
Euro. Insgesamt gibt es rund 116.000 Stolpersteine in 28 Ländern, davon etwa 86.000 in Deutschland. Sie erinnern im Alltag an die Opfer des Nationalsozialismus, indem sie deren Namen und
Lebensgeschichten an ihren letzten freiwilligen Wohnorten sichtbar machen. So wird Geschichte greifbar und das Gedenken bleibt lebendig.
Ein Bericht von Nori Ruqeya Hayder



